16 Mai 2016

Aurora nahm erste Bilder der Erde auf

 

Das aus dem Hause Shvabe stammende optoelektronische System Aurora nahm die ersten hochpräzisen Bilder der Erdoberfläche auf und sendete diese zur Erde. Aurora ist im Raumflugkörper Aist-2D integriert, der am 28. April dieses Jahres vom Weltraumbahnhof Wostotschny ins All gestartet wurde.

Das System Aurora ist für die Aufnahme von Bildern der Erdoberfläche im panchromatischen Bereich und drei Spektralbereichen vorgesehen, heißt es in der Pressemitteilung der Holding.

Der früheren Mitteilung des Generaldirektors von Shvabe Alexej Patrikejew zufolge gehört das System Aurora zu einer neuen Generation von hochauflösenden Geräten für Aufnahmen aus dem All. Sie unterscheiden sich von ausländischen Pendants im Wesentlichen durch ein Zusammenspiel von hoher Auflösung und erweitertem Schwad. Diese Geräte können mit einem bestimmten Zuverlässigkeitsgrad Gegenstände erkennen, die über Konfigurationsmerkmale von mindestens 1,5 m verfügen.

Das System Aurora wurde für den Raumflugkörper Aist-2D im S.A. Swerew-Werk in Krasnogorsk (KMZ) entwickelt. Die Geräte wiegen nur 72 kg. Sie sind für die Aufnahme von Bildern der Erdoberfläche im panchromatischen Bereich, d.h. bei der monospektralen, schwarz-weißen Darstellung, sowie in drei Spektralbereichen vorgesehen. Aurora liefert Informationen über die Erdoberfläche bei Aufnahmen aus einem Höhenbereich von 350 bis 700 km.

Das System Aurora wurde im Auftrag des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft Russlands entwickelt. Die Entwicklung von KMZ wird bei der Lösung verschiedener wissenschaftlicher und praktischer Aufgaben im Laufe von drei Jahren eingesetzt werden.